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Lebensprinzip Das wesentlichste Charaktermerkmal des Löwen ist seine gesunde Lebenskraft und sein starkes Selbstbewusstsein. Er ist trunken von seiner Persönlichkeit, er liebt die Gefahr und das Gefühl der Stärke, er verschwendet sich an die Welt in einer maßlosen Liebeshingabe aus dem Gefühl des inneren Reichtums und der Kraft. Im Vollbewusstsein seines Wertes aber verbleibt er im letzten unantastbar und ungreifbar. Dem Löwemenschen ist ein hohes Maß von Suggestionskraft eigen, er bezwingt den Partner und macht ihn sich untertan durch die Kraft seines Wesens. Er greift über sich hinaus und versucht die ganze Welt in sich hereinzubeziehen. Er will, dass die Welt an ihm teilhabe, dass sie ihn liebe, bewundere, ihm folge. Die Leidenschaft des Verlangens ist groß in ihm und vielleicht noch größer als die Leidenschaft der Erfüllung. Deshalb ist seine Werbung so glühend, sein Einsatz so vollständig, seine Hingabe so stark. Die ganze Welt ist für den Löwen Objekt, von dem er Besitz ergreifen will, das Wort "macht euch die Erde untertan" scheint zuerst für ihn gesprochen. Der Löwemensch hat etwas in sich von der Jugend der Weltzeitalter, er steht gewissermaßen noch im Sturm und Drang der Gefühle, deshalb ist die Gefahr der Maßlosigkeit und der Zügellosigkeit bei ihm so groß. Er wirft sich dem Wagnis geradezu in die Arme, ohne viel nach dem Einsatz zu fragen. Vielmehr versucht er die Gefahr dort, wo sie ihm begegnet, meist mit Hilfe des von ihm unterworfenen Du zu bannen. Dabei kann er gut auf seine Anziehungskraft bauen, sein begeisterungsfähiges Herz und seine innere Glut reißen seine Partner immer wieder mit und nötigen ihnen Bewunderung, Verehrung und Liebe ab. Und gerade das ist das Element, das der Löwe zum Leben braucht: Er will geliebt, bewundert und verehrt werden. Dafür dankt er dieser Liebe mit einer verzehrenden Hingabe, mit tiefer Treue. Er möchte das geliebte Du völlig in sich hineinziehen und verbrennen in der Glut seines Herzens. Eine Achillesferse allerdings hat er: seinen unbändigen Stolz, der nicht verletzt werden darf. Er bittet nicht gern, er hält es für eine Auszeichnung, wenn man ihm helfen darf. Wo er wirbt, erwartet er selbstverständliche Hingabe. Da ihm das Feuer seiner Ideale keine Zeit lässt zur täglichen Kräfteerprobung mit dem Kleinkram des Lebens, überläßt er diesen lieber den anderen, weshalb der Löwemensch nicht selten den Anschein der Bequemlichkeit erweckt, und die Annehmlichkeiten des Lebens wie etwas Selbstverständliches und ihm Zukommendes genießt, ohne sich aber mit ihnen besonders zu belasten. Dieser Zwiespalt von innerer und äußerer Notwendigkeit erweckt
gelegentlich in ihm eine innere Unsicherheit. Ist die kosmische Situation des
Löwen günstig, wird er daher großmütig, frei und offen sein und von einem
wahrhaft heroischen Lebensgefühl beseelt erscheinen. Dabei liegt der ihm eigene
Reiz vor allem in der Zartheit, mit der er einen Schwächeren umgibt, eine
Eigenschaft, die den starken Löwemann vor allem für zärtlichkeitsbedürftige
Frauen geradezu hinreißend erscheinen lässt. Bei ungünstiger Bestrahlung
hingegen macht sich das Wesen des Löwen leicht in unbändigem Hochmut, einer
gewissen Liederlichkeit und einer verzehrenden Genusssucht geltend. Der
Löwemensch in ungünstiger Situation erscheint treulos, flatterhaft bis zum
Exzess und ohne eine Spur von Verantwortungsgefühl, wobei ihm freilich niemand
eine gewisse natürliche Anziehungskraft abstreiten kann, die seine Opfer immer
aufs neue in seinen Bann zieht.
Liebe ER ist nicht nur ein Mensch der Macht, sondern auch der Leidenschaft. Seiner feurigen Natur entsprechend, gestaltet sich sein Liebesleben stark, kraftvoll und lebendig. Er versteht es, seine Partnerin zu erobern und sich untertan zu machen. Seine Liebenswürdigkeit und sein lebensbejahendes Wesen machen sich die Herzen im Flug untertan. Feurig in seiner Werbung, ist der gute Löwetyp meist treu in seiner Gesinnung. Dort, wo sich sein Gefühl einmal festgelegt hat, verweilt er gern und mit großer Zärtlichkeit. In erotischer Hinsicht wird er von einer starken Sinnenhaftigkeit beherrscht. Löwemänner feiern in der Liebesvereinigung den Triumph ihrer Persönlichkeit, sie schöpfen darin aus dem Vollen des Lebens. Eine Ehe mit ihm wird fast immer gut gehen, wenn man es nur versteht, seinem Selbstbewusstsein zu schmeicheln und ihm die unbedingte Vorherrschaft im Zusammenleben zu überlassen. Das sicherste Mittel einen Löwen gefügig zu machen ist, ihm den Glauben an seine Stärke zu erhalten. Dort wo er Hilfsbedürftigkeit und Schwäche zu finden glaubt, wird sein Bedürfnis zu schützen keine Grenzen kennen. In seiner ungünstigen Ausprägung allerdings kann ihn sein Selbstgefühl gerade in der Liebe maßlos und tyrannisch machen. Eine besonders innige Neigung verbindet ihn mit seinen Kindern, die für ihn das Fundament seines häuslichen Glücks, die Quelle seines Behagens sind. Er kann sie so recht von Herzen verwöhnen und bringt ihnen manchmal etwas zu viel Liebe entgegen. Löwe-Ehen, die Ansätze zur Krisenhaftigkeit zeigen, werden am besten durch Kinder wieder geheilt. SIE idealisiert ihren Partner gern und läuft dadurch Gefahr, enttäuscht zu werden. Ihre Gefühle sind leidenschaftlich, sie liebt es, umschmeichelt und bewundert zu werden und ist in ihrer Lebensführung äußerst großzügig. Luxus und Prachtentfaltung gehören zu ihr wie das tägliche Brot und in gedrückten Verhältnissen wird sie sich immer ein wenig fehl am Platze vorkommen. Sie versteht sich darauf, ein großes Haus zu halten und will auf ihren Gatten stolz sein, manchmal aber bemuttert sie ihn auch ein wenig. Ansonsten ist sie leidenschaftlich und zärtlich in einem und versteht es, die Glut einer Geliebten mit der stillen Sorgfalt einer Mutter zu verbinden. Beruf Das Wort "Zum Herrschen ist er auserkoren" könnte man dem Löwemenschen als Berufsmotto mitgeben. Tatsächlich ist an ihm nichts so ausgeprägt wie die Fähigkeit zu herrschen und zu befehlen, mit der der Löwe beinahe geboren wird. Deshalb wird er sich auch in allen jenen Berufen wohl fühlen, die ihm ein weites Arbeitsfeld und jene Machtbefugnisse einräumen, um die es ihm zu tun ist. Die große Politik, das Parkett des Diplomaten, die Macht des Feldherrn sind seine Bereiche, in denen sich der Löwe wohlfühlt. Er versteht es, durch seine mitreißende Vitalität die Massen zu begeistern und sich untertan zu machen. Im allgemeinen ist die Zusammenarbeit mit Löwemenschen leicht, da sie von Natur aus freundlich, liebenswürdig und umgänglich sind. Infolge ihrer hohen künstlerischen Intuition haben sie nicht selten eine Begabung für Malerei, Musik und Theater, vor allem letzteres, da es ihnen reichlich Gelegenheit gibt, sich selbst in Szene zu setzen. Auch die Löwefrauen bringen es oft zu einer beruflichen Karriere, die sie dem engen häuslichen Kreis bei weitem vorziehen. Partnerschaft Löwemenschen vertragen sich temperamentmäßig recht gut mit Angehörigen des Widders oder Schützen, da sie auf dieselben Temperamentströmungen stoßen. Bevorzugen sie weiche Anschmiegsamkeit, so wählen sie gern einen Krebs oder auch einen Fisch, den sie zwar nicht verstehen, aber doch nach Herzenslust beschützen können. Und wollen sie einen Gefährten von der luftigen Seite, dann werden sie es am besten mit einer Waage oder einem Zwilling versuchen. Beide sind anpassungsfähig, schönheitsdurstig und beweglich. Wenig Freude allerdings wird ein Löwe an der Verbindung mit einem Steinbock, einer Jungfrau oder auch einem Stier gewinnen. Diese sind ihm zu schwerfällig, zu wenig temperamentvoll und zu starr im Schema ihrer Lebensgestaltung. Auch mit einem Skorpion wird er es kaum jemals zu einer wirklich harmonischen Bindung bringen, weil dieser viel zu eigensinnig ist, um neben sich noch "andere Götter" zu dulden und eben auch in der Ehe nur einer die Hosen anhaben kann. ... und zu guter Letzt das Kalenderblatt von heute: |
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